Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Donnerstag, Jänner 18, 2007

Mutter und Tante von Hans sind angekommen

Café 7 (Café 7)

Am Mittwoch verbrachte Hans den Vormittag wieder beim Gyn-Praktikum im OP. Am Abend hatte er noch zusätzlich „Guardia“, sodass er ziemlich spät von der Uni heimkam. Maria ging Nachmittags wieder zur Vorlesung, danach zum Alcampo, wo sie aber nicht bei den Rebajas zugeschlagen hat. Rebajas (entspricht bei uns dem Winterschlussverkauf) wird hier wie ein Volkssport betrieben und man muss mindestens ein „Trum“ (Stück) ergattern. Dafür hat sie einen Kleber für ihre löchrigen Schuhe und das kaputte Uhrband,... gefunden. Drei paar Schuhe sind nämlich bereits dem Straßenpflaster und der übermäßigen Beanspruchung hier zum Opfer gefallen. Jetzt sind sie notdürftig geflickt und überleben vielleicht bis Ende Februar. Abends hatten wir beschlossen ins Cafe 7 zu gehen, um die ganzen Leute wiederzutreffen, die über Weihnachten daheim gewesen waren. Wir trafen auch tatsächlich einige, obwohl es erst schien, als seien wir die einzigen. Wir gingen, nachdem Hans am nächsten Tag wieder um 06.00 Uhr aus den Federn musste, relativ früh heim.

Los Suecos volvieron (Die Schweden sind zurückgekommen)

Vormittags war Hans wieder beim Praktikum. Abends hatte er das verschobene Praktikum von Reanimacion Cardiopulmonar, so wurde es wieder 19.30, bis er heimkam. Maria ging mit Jeanne zum Sprachzentrum um dort ihr Geld endgültig zurückzufordern, was auch kein Problem war, nachdem ein netter, sehr geduldiger Mann am Schalter war. Danach begleitete Maria Jeanne zu ihrer Vorlesung, die jedoch aufgrund von „Erkrankung“ oder Erkrankung ohne Anführungszeichen des Vortragenden ausgefallen war. Nachdem es noch recht früh war, beschlossen wir nochmals zum Alcampo zu gehen, wobei wir wieder fast ausschließlich Lebensmittel erjagt haben. Das positive am Alcampo-Besuch war aber, dass wir dort Emma getroffen haben und uns mit ihr am Abend verabredet haben. Jeanne und Maria fabrizierten dann eine Spinat-Käse-Lasagne, tratschten noch ein wenig, bevor sie sich brav ans Arbeiten für die Uni machten. Abends kam dann Emma mit der Kiwi-Pflanze, die wir ihnen geborgt hatten (siehe Blog-Eintrag „En Busca de Sol (Auf der Suche nach Sonne)“). Etwas später gesellten sich auch David und Jeanne dazu und wir tratschten recht angenehm über Weihnachten in Schweden, Deutschland, Österreich, auf den Kanaren,... und Gott und die Welt.

Llegada de las chichas Zenz (Ankunft der Zenz-Mendscha, für unsere internationale Leserschaft: Ankunft der Zenz-Mädchen, d.h. Mutter und Tante von Hans)

Freitags Vormittags begab sich Hans wie üblich auf die Uni, diesmal um im OP Schwerarbeit zu leisten, so dass ihm Nachmittags vor Anstrengung die Hände zitterten. Einer ziemlich dicken Frau sollte Uterus, Eierstöcke und Lymphknoten entfernt werden. Da die Frau jedoch so dick war, dass die Lymphknoten auf der einen Seite praktisch nicht zugänglich waren und es zu gefährlich gewesen wäre, dass dabei große Blutgefäße und Nerven beschädigt werden, mussten diese Lymphknoten dringelassen werden. Und am Ende wäre der Bauch fast nicht wieder zugegangen. Echt schlimm. Am Vormittag beschäftigte sich Maria vor allem mit Hausarbeiten und Vorbereitungen für die nahende Ankunft von Reli-Mama und Tante Grete. Nachdem Hans erst um 12.30 aus dem OP kam, und der Bus unendlich langsam fuhr (so scheint es einem zumindest, wenn man es eilig hat) erreichte Maria nur mit knapper Not den Bus zum Flughafen. Dort nahmen wir die beiden in Empfang, Grete mietete ein Auto und nachdem wir genug Zeit hatten fuhren wir über die Cañadas nach Santa Ursula zum Hotel. Wir legten dabei Stops bei der Riesenkiefer bei Vilaflor, in den Canadas mit Blick auf einen leicht verschneiten Teide und bei der Steinrosette hinab ins Orotavatal ein. Dann packten die beiden im Eilzugstempo ihre Sachen im Hotel aus, übergaben uns viele gute Sachen von daheim und wir machten uns gemeinsam auf den Weg nach La Laguna. Dort gingen wir nach einer kurzen Wohnungsbesichtigung in unsere Stamm-Tasca, wo wir wieder ausgezeichnete Tapas bekamen. Danach brachten wir Reli-Mama und Tante Grete zu ihrem Hotel und fuhren mit dem Auto zurück nach La Laguna.

Una vuelta grande (Eine große Runde)

Am Samstag machten wir uns mit Jeanne auf den Weg nach Santa Úrsula um Grete und Reli-Mama abzuholen. Am Vortag hatte Jeanne gemeinsam mit David, Emma und Jelca in ihrer Wohnung einen Film angeschaut. Ihre Mitbewohnerin wollte zur gleichen Zeit jedoch Musik hören, was ja weiter nicht schlimm wäre, wenn die Musik jedoch den Film übertönt, ist das weniger witzig. Auch nachdem Jeanne sie darauf ansprach, war sie nicht sofort bereit leiser zu drehen, sondern meinte erst, man könne doch den Film lauter drehen. Naja, jedenfalls war die Mitbewohnerin dann wohl in der Nacht weggegangen und mit einem Mann heimgekommen. Jeanne beschloss kurzfristig ihre Hose zu wechseln. Alles für sich wieder nicht schlimm, aber wenn in der anderen Hose Schlüssel und Geld, im Zimmer der Mitbewohnerin ein Mann und die Stimmung nicht gerade am Hochpunkt ist, läutet man nicht so gerne wieder an, um zu seinen Sachen zu kommen. Jeanne zog es also vor, ihr im Laufe des Tages eine SMS zu schreiben und es war dann tatsächlich abends kein großes Problem, nachdem ihre Mitbewohnerin gerade daheim war um sie in die Wohnung zu lassen. Jedenfalls fuhren wir dann alle gemeinsam zum Playa Bollullu. Es war wieder traumhaft, kaum Leute, weil das Wetter nicht so toll war. Es hatte in der Nacht stark zu stürmen begonnen, gleichzeitig war es sehr warm und es vielen immer wieder einige Tropfen aus den gewittrig ausschauenden Wolken. Komisches Wetter jedenfalls. Am Strand riefen dann Marias Eltern an, und unterrichteten sie, dass in ihrem Haus eingebrochen worden war. Hijos de puta madre, coño, joder,....  biiiiiiiiiieeeeeep ZENSUR. Gottseidank ist den Eltern nix passiert, es ist halt ein ausgesprochen unangenehmes Gefühl, wenn jemand in deine Privatsphäre eindringt und einem das Gefühl der Sicherheit raubt. Wir fuhren dann weiter nach Las Aguas und spazierten wieder einmal nach El Rosario, diesmal bei drückender Schwüle und gleichzeitiger Trockenheit ?!?. Fragt nicht, wie das geht, aber es hat sich so angefühlt. Wir aßen wieder einige Tapas am Strandrestaurant und fuhren dann über Santiago del Teide Richtung Süden. Wir machten einen Fotostopp beim Mirador über Santiago und blickten Richtung Masca, sogar Gomera war trotz stark diesigem Wetters zu erkennen. Nach einem kleinen Spaziergang in Los Gigantes ging es weiter nach Playa de San Juan. Nachdem es bereits dunkel wurde, beschlossen wir zurückzufahren um in Garachico das Gasthaus aufzusuchen, das wir in so guter Erinnerung hatten. Wir wurden auch diesmal nicht enttäuscht und der Wirt lachte und schüttelte den Kopf als er beim abservieren sah, dass wir seine Mojo bis auf den letzten Tropfen weggeputzt hatten. Vollgefressen brachten wir die „Zenz-Mendscha“ zum Hotel und fuhren zurück nach La Laguna.

Playa y las Montañas de Anaga (Strand und die Berge von Anaga)

Am Sonntag holten Reli-Mama und Grete wieder vom Hotel ab und fuhren zum Playa de Las Teresitas. Das Wetter war warm, der Sturm hatte die Wolken weggeblasen und es waren (noch) nicht viele Leute am Strand. Mama, Hans und schließlich auch Grete warfen sich in die Fluten und wir alle genossen die Wärme und die Sonne. Nach rund 2 Stunden brachen wir auf um nach Igueste zu fahren, wo wir auch zu Mittag aßen. Meerblick, Papas arrugadas mit Mojo, Gofio und Calamares – Herz bzw. Magen, was willst du mehr? Nach dem Essen fuhren wir mit Stops bei El Bailadero und Pico del Inglés zurück nach La Laguna. Wir wollten noch am Flughafen vorbeifahren um Grete als zweiten Fahrer eintragen zu lassen, da Hans ja am Montag wieder Praktikum hatte und das Auto aber erst am Montag um 14.00 Uhr zurückgegeben werden musste. Danach gingen wir in die Abendmesse in der Kirche Santa Domingo. Die Messe war zwar recht „schmucklos“, sprich ohne Musik, aber der Pfarrer hielt eine sehr gute Predigt, die auch Maria und Hans verstanden haben, und die keine hoch philosophische Weltanschauungen vermittelte. Den Tag beschlossen wir in der Zumeria, wo auch noch Jeanne und Sophie zu uns stießen. Reli-Mama und Grete feierten den Sonntag danach noch an ihrer Hotelbar mit Sangría.

Día del examen (Prüfungstag)

Am Montag fuhren Grete und Reli-Mama, während Maria einige dringende Dinge daheim erledigte und Hans beim Praktikum war, nach La Orotava. Dort schauten sie sich die Casa de los Balcones und ein wenig die Stadt an. Die botanischen Gärten waren leider gesperrt, weil die Sturmschäden wieder in Ordnung gebracht werden mussten. Hans war beim Gyn-Praktikum bei der letzten Kontrolle vor der Geburt eingeteilt, was ganz in der Nähe vom Kreissaal von statten geht und weshalb er auch immer wieder in den Kreissaal zu Geburten und Kaiserschnitten dazukommt. Maria hatte sich um 14.00 Uhr mit Grete und Reli-Mama am Flughafen verabredet, wo sie gemeinsam einen Kaffee „schlürften“. Danach ging‘s mit dem Bus nach Santa Cruz, zuerst einmal um den wunderschönen Park anzuschauen, da ohnehin gerade Siesta-Zeit war und die Geschäfte erst um 17.00 Uhr wieder öffneten. Um 17.00 Uhr hatte auch Hans seine erste Prüfung (Sexualidad Humana - Sexualmedizin) hier. Er war als einziger zum mündlichen Termin angetreten, der schriftliche ist einen Tag später. Der Professor hatte sich offenbar über ihn erkundigt, denn er wußte, dass er aus Österreich kommt und hat ihm erzählt, dass er selbst schon einmal bei einem Kongress in Wien gewesen ist. Nach diesem oberflächlichen Smalltalk ging’s an die Fragen. Und nachdem Hans die letzten paar Tage keineswegs zuviel geschlafen hatte und er ja normal ein Morgenmensch ist, wollte die spanische Sprache zu dieser Uhrzeit einfach nicht mehr so fließend aus ihm herauskommen, wie sie das sonst zu tun pflegt. Trotz „Stotterei“ ist alles gut gelaufen, und nach rund 20 Minuten wurde ihm mitgeteilt, dass er, je nachdem wie die anderen vorbereitet sind, ein sehr gut oder ein gut bekommen wird. Nachdem er das überstanden hatte, gesellte er sich zu den anderen in die Innenstadt von Santa Cruz, wo wir nach etwas Einkaufs-Bummel und dem Abendessen mit dem Bus jeweils nach Santa Ursula bzw. La Laguna heimfuhren.

Puta juego pedagógico (pädagogisches biiiiiiiiiieeeeeep ZENSUR-Spiel)

Am Dienstag hatten Grete und Reli-Mama beschlossen, den Tag im Hotel zu verbringen, um dort auch einmal alle Annehmlichkeiten auszunutzen. Hans war wie üblich beim Praktikum, Maria hatte ebenfalls vormittags Uni. Nachmittags erhielten wir einen Hilfeschrei von Jeanne, die ein pädagogisches Spiel für eine Lehrveranstaltung vorzubereiten hatte und dazu noch unseren ausgesprochen wertvollen Rat benötigte :-). Nachdem Hans also gegen 16.00 Uhr von der Uni heimgekommen war, kam sie kurz vorbei, um uns zu erklären, wie sie das Spiel aufziehen möchte und ob das so verständlich sei. An dieser Stelle sei gesagt, dass Jeanne sehr viel fachliches Wissen hat und gut spanisch kann, nur muss ihr das hie und da auch jemand sagen, sonst neigt sie dazu, das zu vergessen. Danach machten wir uns noch auf den Weg nach Santa Úrsula, wo wir gemeinsam mit Grete und Reli-Mama ganz vorzüglich speisten.

Inscripción para las prácticas en Austria (Praktikumsanmeldung in Österreich)

Mittwoch Vormittag verbrachte Maria damit, zu versuchen für Hans die Praktikums-Anmeldung in Österreich für das kommende Semester zu machen, was leider nicht wirklich funktionierte. Jeanne teilte ihr per SMS mit, das die Professorin, für die sie das „puta juego pedagógico“ vorbereiten musste, krank sei, dass also zumindest ein Teil der Aufregung umsonst gewesen war. Mittags latschte Maria wie immer auf die Uni, um wieder einmal niemanden anzutreffen. Nach einiger Zeit kamen jedoch sowohl Studenten als auch Professorin und die Vorlesung war wie meistens ausgesprochen interessant. Am Nachmittag machten sich Hans und Maria, nachdem Hans wieder gegen 16.00 Uhr von der Uni kam, auf nach Puerto de la Cruz, weil wir uns mit Grete und Reli-Mama treffen wollten, die den Tag im Loro-Parque verbracht hatten. Wir schlenderten gemeinsam durch Puerto, Maria erstand ihre Swatch-Uhr, die sie sich zu Weihnachten gewünscht und von Reli-Mama bekommen hatte, aßen gemeinsam zu Abend und machten uns mit der Guagua wieder auf den Heimweg.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hola ihr Lieben!

Jetzt haben wir uns schon sooo lange nicht gesehen...ganze zwei Tage ;)
Uebrigens sehr schoener Eintrag...bei dem fachlichen Wissen und so, war ich ja echt geruehrt...schnueff....
Alles Liebe und Bis Bald
Yem