Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Freitag, Dezember 15, 2006

Día de la Constitución (Tag der Verfassung)
Der Mittwoch (6. Dezember) war hier ein Feiertag. Gefeiert wurde aber nicht, wie man das als guter katholischer Österreicher vermuten würde, der Hl. Nikolaus, sondern der Tag der spanischen Verfassung. Am Freitag war ein weiterer Feiertag, sodass der Donnerstag als Fenstertag ebenfalls vorlesungsfrei war. Aber jetzt kommen wir erst einmal zu den Details vom Mittwoch. Wegen des schlechten Wetters blieben wir am Vormittag zuhause, am Nachmittag hatten wir Sprachkurs. Wir vereinbarten unser bisher schon zweimal verschobenes gemeinsames Essen mit May für den kommenden Freitag. Danach wollten wir ursprünglich zu einem Aussichtspunkt oberhalb von La Laguna wandern, wir entschlossen uns jedoch, mit Jeanne und Mareike lieber bei uns einen Film zu schauen, da es immer noch regnete.

Los Órganos (Die Organe, in diesem Fall: Die Orgelpfeifen)

Den Fenstertag am Donnerstag nutzten wir für einen Wanderung mit Mareike, Jeanne, Inga, Franka und Kristian in die wahrscheinlich schönste Gegend von Teneriffa. Im Norden der Insel, im höhergelegenen Teil des Orotavatals, befindet sich eine eindrucksvolle Felsformation, die wegen ihrer auffälligen Form „Los Órganos“ genannt wird. Diese geben zwar dem Wanderweg ausgehend von La Caldera seinen Namen, treten aber angesichts des wunderschönen Wanderweges in den Hintergrund. Der Weg führt anfangs über Forststraßen, später über Wanderpfade, die sich durch einen Wald schlängeln, in dem man das Gefühl hat, man befände sich mitten in einem Märchen. Von den Bäumen und Büschen (hauptsächlich Kiefern, aber auch Wacholder, Kastanien etc.) hängen lange Flechtenbärte, die von der hohen Luftfeuchtigkeit profitieren, die das „Mar de Nubes“ hier verursacht. „Mar de Nubes“ bedeutet „Wolkenmeer“ und beschreibt eine im Winter fast konstant vorhandene Inversionswetterlage im Norden der Insel, die man an einer dichten Nebelschicht erkennt. Wir hatten Glück, da wir am Anfang unserer Wanderung im strahlenden Sonnenschein die Aussicht auf das Orotavatal genießen konnten. Später kroch dann der Nebel das Tal hinauf und kreirte die oben beschriebene märchenhafte Athmosphäre.

Día de la Concepcíon (Mariä Empfängnis)
Am Freitagnachmittag gingen wir Kirche und kamen gerade noch rechtzeitig, um eine große Prozession zu sehen, die einen Wagen mit einer Marienstatue in die Kirche begleitete. Zwei Musikkapellen, eine Gruppe von bunt bekleideten Männern mit Schwertern und eine große Menschenmenge nahmen an dem Umzug teil.
Danach waren wir mit Mareike und Kristian im Café Pan Paris verabredet. Jeanne musste leider lernen und sich auf ihre Präsentation am Mittwoch vorbereiten. Am Abend gingen wir mit Jeanne und May in eine spanisches Lokal essen. Wir hatten dieses Abendessen schon lange geplant und mehrfach verschoben, weil May´s und unsere Terminkalender ständig voll waren. Es war lustig, einmal außerhalb des Kurses mit ihr zu quatschen. Danach machten wir noch zwei Lokale im Bar-Viertel unsicher, hielten aber nicht allzu lange durch, sodass wir schon um zwei wieder zuhause waren.

¡Cumpleaños Feliz, Johanna! (Alles Gute zum Geburtstag, Johanna!)
Am Samstag gingen wir mit Mareike, Jeanne und Jelca zu einem schönen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt, von dem aus man ganz La Laguna und Santa Cruz überblicken kann. Das Wetter war wechselhaft, es begann dann aber doch nicht richtig zu regnen, und so verbrachten wir einige Zeit wichtige Dinge besprechend :-) an diesem schönen Platz. Am Nachmittag gingen wir Zutaten fürs Backen einkaufen und abends waren wir bei Johanna zum Geburtstag feiern eingeladen. Isabel, eine Spanierin vom Festland, machte Tortilla und Alioli (eine köstliche Sauce aus Milch, Knoblauch und Öl) und wir sahen aufmerksam zu. Es tat einmal gut, richtig schönes und klar ausgesprochenes Spanisch zu hören!

Galletas de Navidad (Weihnachtskekse)
Am Sonntag kamen Jeanne und Mareike zu uns um Weihnachtskekse zu backen. Maria bekam zu ihrem Geburtstag von den beiden eine Einladung zum Essen und eine leckere Marmorkuchen-Schokotorte. Alles in Allem waren wir sehr erfolgreich. Insgesamt sind es 4 Sorten geworden, eine davon eine Eigenkreation. Wir hatten nämlich ein Rezept für dunkles Shortbread aus einem Brigitte-Heft. Leider war die Kakao-Angabe um das 10fache zu hoch, sodass wir nach 20 Minuten backen immer noch nur ein Blech voller tiefbrauner Brösel hatten. So beschloss Hans eine Keksteig-Rettungsaktion. Zu den gebackenen Shortbreadbröseln mischten wir noch Schokolade, Butter, Zucker und Milch und formten aus der entstandenen Masse kleine Kugeln, die wir teilweise in (von anderen Keksen übriggebliebene) geriebene Mandeln, braunen Zucker oder bunte Zuckerkügelchen wälzten. Bis jetzt waren alle, die diese neue Erfindung probiert haben, begeistert, und keiner wäre auf die Idee gekommen, dass es sich nur um Resteverwertung handelte.
Am Abend hatten wir uns mit Jelca, Johanna, Miriam, Kristian, Sophie, David und Emma beim Chinesen verabredet, weil wir schon unseren Salz-Hunger vorausgeahnt hatten. Dort bekam Maria als weiteres Geburtstagsgeschenk ein riesiges Satellitenbild von Teneriffa. Von Jelca und Sophie hatte sie jeweils CDs mit spanischer Musik bekommen, und später, als wir uns noch bei uns zusammensetzten, von David und Emma ein spanisches Reise-Trivial-Pursuit. Dani schmeckten unsere Kekse auch sehr gut. Er war besonders begeistert von Jeanne’s Schoko-Kuchen. Wir sind wirklich sehr froh über unsere unproblematischen Mitbewohner!

Día Largo – Pocas Palabras (Langer Tag, wenige Worte)
Hans verbrachte den ganzen Montag auf der Uni und Maria begleitete ihn wieder mit dem Computer, um die vielen Internet-Aufgaben abzuarbeiten, die sich angesammelt hatten. Abends gingen wir zum Hapkido-Training.

¡Mmmmh! ¡Joder! (Zitat: Jesús: Mmmmh! ---zensiert--- [etwa: verdammt!])

Am Dienstag waren wir beide auf der Uni. Maria musste außerdem einigen Papierkram für ihre Versicherung erledigen und schrieb dann weiter an ihrem letzten Exkursionsbericht. Abends kam Jeanne bei uns vorbei, um uns ihre Präsentation vorzutragen, die sie für eine Lehrveranstaltung am Mittwoch vorbereitet hatte. Wir mussten sie ein wenig beruhigen, was uns auch leicht viel, weil die Arbeit sehr interessant und gut ausgearbeitet war. Jedenfalls macht man sich üblicherweise zu viele Sorgen, wenn man vor spanischem Publikum reden soll. May hat es richtig gesagt: Macht euch keine Sorgen! Allein dadurch, dass ihr in einer Fremdsprache reden könnt, könnt ihr euch schon gut vorkommen!
Ach... und übrigens: Die Überschrift beschreibt die Reaktion unseres Mitbewohners Jesús auf das Probieren unserer Kekse. Er war hin und weg.

Matar Dos Pájaros de un Tiro (Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wörtl.: Zwei Vögel mit einem Schuss töten)

Maria schrieb am Vormittag weiter an ihrer Arbeit und besuchte dann Emma, die ein wenig kränkelte und sich zuhause langweilte. Emma kam dann mit Maria zu uns herauf und blieb bis zum Abend. Hans hatte seinen üblichen Unitag. Am Montag hat auch sein neues Freifach „reanimación cardiopulmonar pediátrica“ begonnen (Kinderwiederbelebung), dessen letzter Teorie-Tag eben der Mittwoch war. Zugleich hatte er jedoch auch seinen letzten Tag vom Augen-Praktikum, was etwas kompliziert zu managen war, dann aber mit der spanischen Tranquilidad, die wir uns inzwischen angeeignet haben, und ein wenig halblegaler Unterschriftenlisten-Handhabung gut zu bewältigen war. Mató dos pájaros de un tiro.
Abends war wieder Hapkido und danach gingen wir zu einem Chorkonzert (eine Mozartmesse), bei dem Franka mitsang. Es hat uns sehr gut gefallen!

G’lumpert! (Heute einmal ein Steirischkurs für unser internationales Publikum: schlecht verarbeitetes Produkt)

Am Donnerstagvormittag klebte Hans das hundertfünfzigste Loch in unserem Bett. Danach ging er auf die Uni, wo er wieder einmal die meiste Zeit des Tages verbrachte. Maria hatte eine Verabredung mit Enrique, dem Geographiestudenten, der ihr das digitale Teneriffa-Höhenmodell versprochen hatte, und sie bekam es auch wirklich. Damit steht den konkreteren Arbeiten an ihrer Diss nichts mehr im Wege. Am Nachmittag ging Maria mit Emma und Yem (Jeanne, tinerfenisch ausgesprochen) zum Alcampo und zum Ikea einkaufen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

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