Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Semesterbeginn

Relajar (Entspannen)

Der Samstag war wirklich ein reiner Entspannungstag. Abgesehen davon, dass wir einkaufen gingen, taten wir eigentlich nicht viel. Am Nachmittag lief Titanic im Fernsehen. Das war der Samstag. Punkt.

Un Poco de Cultura (Ein wenig Kultur)

Am Sonntag trafen wir uns mit Doro, Jeanne, Brechtje, Mareike, Kristian, Johanna, Rachel und Fabien am Busbahnhof in Santa Cruz. Von dort gingen wir zum Museo de la Naturaleza y del Hombre. Gleich am Eingang konnten wir an einem kleinen Stand Honigspezialitäten verkosten. Es gab unzählige Sorten, darunter Avocado-, Tajinaste-, Teide-Blüten- und Kastanienhonig. Nachdem wir auf so angenehme Weise aufgehalten worden waren, gingen wir weiter ins eigentliche Museum, das sonntags übrigens immer freien Eintritt hat.
Das Museum ist wirklich beeindruckend. Viele Themen (z.B. die Entstehung der Inseln) wurden multimedial aufbereitet, andere kann man mit Hilfe lustiger Spielzeuge selbst erkunden (Türchen öffnen, Knöpfe drücken etc.). Natürlich hatten wir auch alle wieder viel zu bereden, und so war es kein Wunder, dass wir nach mehreren Stunden im Museum ziemlich müde und hungrig waren. Wir machten uns auf den Weg in Richtung Innenstadt von Santa Cruz und suchten ein schönes Lokal, in dem wir auch etwas essen konnten. Leider hatten wir die Rechnung ohne den Sonntag und die hier übliche Siesta gemacht, sodass es einige Zeit dauerte, bis wir endlich etwas passendes gefunden hatten. Mit gutem Essen und weiteren Gesprächen über Gott und die Welt verging der Nachmittag und wir traten schließlich den Heimweg an. Alle waren schon aufgeregt, was am nächsten Tag der Beginn des Semesters Neues bringen würde.

Inicio de las Asignaturas (Beginn der Lehrveranstaltungen)

Am Montagmorgen fuhr Hans um ca. 09.30 zum Medizin-Campus, nachdem wir uns beim Sportinstitut für einen Hapkido-Kurs angemeldet hatten. Maria ging am Vormittag zum Rathaus, wo sie nach einigen Schwierigkeiten das Formular für die Meldung in La Laguna erhielt. Danach ging sie zum Campus Guajara, wo sich die Fakultät für Geographie und Geschichte befindet. Da Maria’s Vorlesungen erst am Dienstag begannen, beschränkten sich ihre Aktivitäten auf das Auskundschaften der Hörsäle und diverser Termine.
Hans wollte eigentlich seinen Koordinator Justo Hernandez, Prof. für Geschichte der Medizin, treffen. Dessen Aufgabe bestand darin, Hans‘ Namen auf insgesamt sechs Zettel zu schreiben. Justo hat zwei Büros, eines im Histo-Bereich und ein Erasmus-Büro. Als Hans ihn im Erasmus-Büro fand, war dieses schon voll mit Studenten. Nachdem Hans sich vorgestellt und den Grund seines Kommens erklärt hatte, streckte ihm Justo die Hand entgegen und sagte: "Danke." Hans fragte, wofür, und Justo sagte: "Dafür, dass du Spanisch sprichst!" Er war nämlich bereits ziemlich genervt, weil er sich mit einer deutschen Studentengruppe nicht so recht einigen konnte, da er nicht gut Deutsch und sie fast nicht Spanisch konnten. Nun hieß es warten. Ab und zu konnte Hans ein wenig vermitteln, aber die Zeit verging und die Studenten in Justo’s Büro wurden nicht weniger. So gingen also um 12.30 Alice (die Erasmus-Studentin aus Graz) und Hans unverrichteter Dinge in Richtung Hörsaal. Dort übten sie wieder für längere Zeit die bereits vorher genannte und hier überaus weit verbreitete Tätigkeit des Wartens. Die HNO-Vorlesung fand nicht statt, ebensowenig die Gyn-Vorlesung. Auch die einheimischen Studenten wussten nichts Näheres und so kehrte Hans nach Hause zurück. Ein überflüssiger Ausflug zur Med-Uni.
Um 19.00 Uhr begann unsere erste Hapkido-Stunde. Hapkido ist eine Koreanische Kampfsportart mit Ausrichtung auf Selbstverteidigung, die sowohl Schläge und Tritte als auch Entfesselungstechniken verwendet. Der größte Teil des Trainings besteht aber aus Konditionstraining und Kraftübungen. Entsprechend fertig waren wir danach. Doro und Maria beschlossen, den Kurs nicht weiter zu machen, doch Hans hatte es gefallen, er würde auf jeden Fall das Training fortsetzen. Jeanne, deren Idee dieser Kurs gewesen war, hatte am Montag so viel auf der Uni zu tun, dass sie weder Zeit für den Sprachkurs noch für Hapkido gehabt hatte. Wir trafen uns aber später noch alle bei Doro auf einen Zumo (Saft) und ein Tratscherl. Der Beginn des Studienjahres hatte für Jeanne einige Schwierigkeiten gebracht, da sie kein kommentiertes Lehrveranstaltungsverzeichnis für Pädagogik gefunden hatte und so einen extrem vollen provisorischen Stundenplan zusammengestellt hatte, der alles enthielt, was irgendwie interessant klang. Sie wollte erst einmal aussieben und sich dann erst endgültig entscheiden. Entsprechend anstrengend und unbefriedigend war ihr erster Tag auf der Uni, besonders deshalb, weil am Montag noch fast keine Lehrveranstaltungen tatsächlich begannen. Der Erfahrungsaustausch tat aber gut und wir waren alle schon gespannt auf den nächsten Tag.

Más Éxito (Mehr Erfolg)

Der Dienstag erwies sich für alle von uns als erfolgreicher als der Montag, wenn auch Jeanne mit einigen zusätzlichen Hürden in Form von weiteren Terminkollisionen konfrontiert wurde. Hans hatte das Glück, Justo in seinem Büro anzutreffen. Er sagte: "¡Sientate, espera und poco! Solo tengo que contestar mis mensajes." ("Setz dich und warte kurz, ich muss nur noch schnell meine Mails beantworten.") Dann begann er, Emails zu schreiben und Telefonanrufe zu tätigen und schaute immer wieder etwas nervös in Hans‘ Richtung. Nach etwa 20 min. wurde er dann doch fertig und machte sich mit Hans zusammen auf den Weg in sein Erasmus-Büro. Irgendwie hatte Justo übrigens erfahren, dass Hans Trompete spielt und irgendetwas hat er da wohl noch geplant. Naja, man wird sehen... Auf dem Weg ins Erasmus-Büro musste Justo noch in dieses und jenes Büro und mit allen möglichen Leuten reden. Daher verging wieder einige Zeit, bis er und Hans wirklich im Büro ankamen. Dort endlich, nach einer guten Dreiviertelstunde trug er Hans‘ Namen in seine Listen ein. Zwei weitere Studenten betraten Justo’s Büro und Hans betätigte sich wieder kurz als Übersetzer. Danach sagte Justo: "Komm, magst du ein Bier?" Dann fing er alle Erasmus-Studenten zusammen, die er in der Nähe fand und lud uns in die Cafetería ein. Später hatte Hans dann endlich seine ersten Augenheilkunde- und Gyn-Vorlesungen. Die Vorlesungen waren interessant und ziemlich gut zu verstehen, und so beendete Hans um 15.15 einen erfolgreicheren Uni-Tag.
Auch Maria hatte ihre erste Vorlesung am Dienstag. Vulkanische Geomorphologie. Die Professorin war nett und auch gut zu verstehen, es war aber hauptsächlich organisatorisches und eine Inhaltsübersicht. Nach der Vorlesung begab sie sich noch in die Bibliothek und stürzte sich auf ein Lexikon für geographisches Fachvokabular. Mit Wörterbuch kam sie innerhalb von ca. 3 Stunden von A bis Al...!
Am Abend gingen Doro, Jeanne und wir beide zu einem Vortrag über die Entwicklung der Medizintechnik ins Museo de la Scientia y del Cosmos. Justo hatte Hans dazu eingeladen und er war froh, dass wir gekommen waren, weil sonst nicht viele Leute da waren. Wir wurden persönlich begrüßt und Justo und ein zweiter Vortragender redeten eine Stunde hauptsächlich über die Entwicklung der Radiologie. Danach hatte Mareike ins Café 7 eingeladen, da sie Geburtstag hatte und ihr Freund auch gerade zu Besuch war. Wir unterhielten uns lange über alles mögliche mit Kristian, Mareike und ihrem Freund, Jonas, Rachel und Fabien, Johanna und Sofía, einer Peruanischen Medizinstudentin.

Papelería (Papierkram)

Am Mittwoch hatte Hans einigen Papierkram zu erledigen. Für seine Praktikumsanmeldung musste er noch eigene Praktikums-Karten für jedes einzelne Praktikum ausfüllen und sich zusätzlich bei der HNO-Professorin einfinden, die die Plätze einteilt.
Maria hatte ihre Vorlesung zum zweiten Mal. Interessanterweise hatte sie statt um 13.00 um 12.30 begonnen obwohl die Professorin am Tag zuvor gesagt hatte: Bis morgen um 13.00 Uhr. Naja, nachdem Maria die Prüfung nicht braucht ist das alles nicht so tragisch. Die Vorlesung ist jedenfalls sehr interessant.
Auf dem Heimweg, den sie möglichst schnell antreten wollte weil daheim noch so viel zu tun war, traf sie Emma (die Schwedin) und vertratschte rund eine Stunde - war aber sehr lustig!
Nach den Vorlesungen hatten wir Sprachkurs und Jeanne, Doro und Maria beschlossen, am Abend laufen zu gehen, während Hans wieder Hapkido hatte. Nach dem Hapkido-Kurs hatten die drei überlegt, vielleicht doch auch den Hapkido-Kurs weiter zu machen und nach einigen Diskussionen beschlossen wir, den Kurs wirklich alle gemeinsam am Freitag fortzusetzen. Dann schauten wir noch einen Film auf DVD (Die fabelhafte Welt der Amelie), diesmal in unserer Wohnung.

1 Kommentar:

Anke Dornow hat gesagt…

Oh, wann geht es denn endlich weiter.

Schöne Grüße von Mami von Jeanne

Sonntag, 29.10.2006, 18.45 h