Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Samstag, September 30, 2006

Erasmus-Treffen und viele neue Bekanntschaften

Encuentro en el Ayuntamiento (Treffen im Rathaus)

Am Mittwoch Vormittag gingen wir zu einer "Führung" durch die Medizinische Fakultät. Unser Guide war eine Medizinstudentin, die sehr nett war und viele offene Fragen beantworten konnte. Unser Koordinator hatte allerdings nicht viel Zeit für uns. Sein Auftritt war sehr eigenartig. Er spricht wohl viele Sprachen und man kam sich ein wenig für dumm verkauft vor, als er seine Deutschkenntnisse mit dem Satz "Deutschland über alles" unter Beweis stellte. Wir sollten uns bei ihm nur in eine unnötige Liste eintragen, die er dann (vielleicht) an die Professoren weiterleitet, um sie über die Anwesenheit der Erasmus-Studenten zu informieren. Eine überflüssige Übung, da wir ohnehin unsere Praktikumseinteilung und die Matrikulation selbst organisieren müssen. Und dass wir Erasmus-Studenten da sind, das werden die Professoren wohl selbst bemerken!?
Wir sprachen auch mit vielen von Hans' zukünftigen Kollegen, unter anderem mit Alice aus Graz. Das ist die Studentin, die beim Losen um den Erasmus-Platz verloren hatte und sich dann einen dritten Grazer Medizinplatz in La Laguna selbst erkämpfte.
Am Nachmittag hatten wir wieder Sprachkurs mit ziemlich fortgeschrittenen Übungen. Danach stand erneut ein Erasmus-Treffen auf dem Programm. Wir trafen uns im Zentrum an der Plaza del Adelantado. Im Rathaus wurden wir von der Bürgermeisterin begrüßt, die "ihre" Stadt in den höchsten Tönen lobte. Ihre Rede wurde einerseits auf deutsch übersetzt und etwas uminterpretiert, das ganze aber in gutem Deutsch, andererseits auf Englisch verstümmelt. Ein Beispiel (nur sinngemäß): Ihr werdet eine schöne Zeit in La Laguna verbringen - You can waste a good time in La Laguna. :-) Gut, oder?
Danach wurden wir durch die Altstadt und das Museum für Geschichte geführt. Arno's Gastvater war auch dabei (er selbst nicht) und erwies sich als sehr nett. Er sprach in wunderschönem, deutlichem Spanisch mit uns und war auch dafür verantwortlich, dass wenigstens ein Teil der Führung auch auf Spanisch abgehalten wurde. Aus irgendeinem eigenartigen Grund dachten die Veranstalter, dass wir lieber eine Führung auf deutsch und in gebrochenem Englisch hören würden. Wir sind doch hier um Spanisch zu lernen!
Ehrlich gesagt haben wir von dem Museum nicht viel mitbekommen, obwohl es wohl sehr schön war. Wir nutzten die Gelegenheit, unsere neu geknüpften Kontakte zu pflegen und andere Leute kennen zu lernen. Dazu gehörten u.A. Mareike aus Deutschland, Brechtje aus Holland, Mario (eine StudentIN) aus Finnland, und Rachel's Freund Fabien (Frankreich).
Nach dem offiziellen Teil gab's dann noch ein Buffet und danach machte das Gerücht die Runde, es gäbe eine Bar, in der man für 5€ Eintritt so viel trinken kann, wie man will. Keiner wusste so recht, ob das wahr war, und niemand kannte den genauen Weg, aber der ganze Erasmus-Haufen setzte sich in Bewegung und erreichte wenig später tatsächlich sein Ziel. Allerdings war es erst 22.40 Uhr und die Bar öffnete um 23.00 Uhr, also 23.15-23.30 nach Spanischem Zeitverständnis. Außerdem gab es "nur" das Bier gratis nach dem Eintritt. Nachdem wir mit einigen Leuten geredet hatten, die eigentlich kein Bier wollten, und die Musik und die Atmosphäre dieser Bar uns ohnehin nicht gefielen, beschlossen wir, woanders hin zu gehen. Wir waren in diesem Fall Jeanne, Brechtje, Mario und eben wir beide. Doro und Kristian, die beide am nächsten Tag im Krankenhaus ihr Praktikum fortsetzten, verabschiedeten sich an dieser Stelle und Rachel, die eigentlich auch mit uns mitgehen wollte, entschied sich, vorläufig mit ihrem Freund in die 5-Euro-Bar zu gehen. Unterwegs trafen wir dann noch kurz Sophie, die auch andere Pläne hatte, und dann holte uns Rachel ein, die sich schließlich doch entschieden hatte, mit uns in die andere Bar zu gehen. Das freute uns natürlich alle sehr, besonders Hans, der nun mit fünf hübschen Mädels unterwegs war. :-)
Wir gingen wieder ins Escenario, die Bar, die von den beiden Wiener Schwestern geführt wird, und die sich zwischen einer Schwulen- und einer Lesbenbar befindet. Die Musik war gut, es war nicht zu laut, und so konnten wir uns gut unterhalten. Später setzten sich noch drei besoffene Spanier zu uns. Interessanterweise sind die Canarios anscheinend in betrunkenem Zustand leichter zu verstehen, oder sie haben sich bemüht. Auf jeden Fall war es noch sehr lustig.
Später machten wir uns auf den Heimweg und zeigten Brechtje die nächste Busstation. Wir warteten dort mit ihr fast eine Stunde und nahmen sie schließlich mit in unsere Wohnung, wo wir im Wohnzimmer ein behelfsmäßiges Bett für sie einrichteten.

Café 7 (Café 7)

Am Donnerstag trafen wir erstmals den Besitzer unserer Wohnung. Hans half ihm ein wenig, als er die Dichtung bei einem Waschbecken erneuerte und die reparierte Glastür wieder einhängte, die er vorher beim abmontieren des Waschbeckens beschädigt hatte. Er war ein wenig unsicher, wie er mit Hans reden sollte, so wie viele Österreicher, die mit Ausländern reden, und sprach dann nur in einzelnen Wortfetzen.
Nachmittags machten wir uns nach dem Sprachkurs mit Jeanne und Doro auf den Weg ins "Café 7", wo wir ein weiteres Erasmus-Treffen hatten. Dort trafen wir dann Mareike, Kristian, Emma und David, Jonas (Politikwissenschafter aus Deutschland) und Johanna (neu angekommene Psychologie-Studentin aus Deutschland) und die anderen Erasmus-Leute. Das Café 7 ist ein sehr nettes Café mit guter Musik und ebensolchem Essen, und wir unterhielten uns gut. Um 22.30 machten wir uns auf den Heimweg und vereinbarten für den nächsten Tag ein Treffen am Strand von Las Teresitas in der Nähe von Sta. Cruz.

La Playa y una Peli (Der Strand und ein Film)

Am Freitag Vormittag gingen wir Zutaten fürs Picknick am Strand einkaufen und gaben Hans' Wahlkarte bei der Post auf. Das kostete als Eilbrief, der dann hoffentlich rechtzeitig ankommt, 7,95! Zuhause bereiteten wir dann einen Nudelsalat zu und packten unsere Sachen für den Strand. Jeanne kam uns abholen und wir fuhren mit dem Guagua nach Sta. Cruz. Am Busbahnhof stießen dann noch Rachel, Mareike und Johanna zu uns. Am Strand trafen wir dann fast die ganze Erasmus-Truppe und wir hatten viel Spass. Unser Nudelsalat mit Kichererbsen, Käse, Oliven, Tomaten, Zwiebel und Knoblauch kam gut an, Doro brachte Kekse mit, Brechtje und Jeanne Trauben, und so waren wir auch kulinarisch bestens vesorgt. Abends hatten wir dann gerade noch Zeit fürs Duschen und Fressalien einkaufen, denn später trafen wir uns alle bei Rachel und Fabien zu einem Videoabend. Alle sind in diesem Fall Doro, Jeanne, Mareike, Johanna und wir beide. Der Film "Big Fish" war sehr schön und wir hatten viele gute Sachen zum Essen und Trinken. Rachel und Fabien hatten Tortilla und Serrano-Schinken vorbereitet. Ihre Wohnung ist traumhaft: Groß, gute Lage, tolle Aussicht...
Johanna verabschiedete sich schon früher und Jeanne schlief fast aud der Couch ein, und auch wir anderen waren danach sehr, sehr müde und freuten uns auf einen entspannenden Samstag. Für den Sonntag verabredeten wir uns für einen Besuch im Museo de la Naturaleza y del Hombre (Museum der Natur und des Menschen) in Sta. Cruz.

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