Über uns

Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich, Austria
¡Hola chic@s! Wir haben am 13.06.2009 geheiratet! Unsere Hochzeitsseite findet ihr unter www.hochzeit.plienegger.net (Dies war ursprünglich das Tagebuch unseres Erasmus-Aufenthaltes. Jetzt sind wir wieder zuhause und posten immer wieder Neuigkeiten aus unserer Umgebung.)

Montag, September 25, 2006

Eine intensive Woche

Tabú (Tabu)

Der Sprachkurs am Donnerstag war einmal nicht so arbeitsintensiv. Wir haben nämlich "Tabu" gespielt. "Tabu" ist ein Wortratespiel, bei dem man seinem Spielpartner ein Wort erklären muss, ohne die Wörter zu verwenden, die auf einer Liste stehen. Man soll zum Beispiel das Wort "Kuh" erklären, ohne die Wörter "Bauer", "Milch", "Stier", "Tier" und "Fleisch" zu verwenden.
Zusätzlich zu Dorothea waren an diesem Tag auch noch Jeanne (Deutsche Erasmus-Völkerkunde-und-Pädagogik-Studentin) und Alexandro (Griechischer Tourismus-Mensch) in unserer Gruppe.
Abends gingen wir wieder ins Konzert um ein weiteres sehr gutes Programm zu genießen. Die Sänger waren diesmal ein Kanare, der viele Witze gemacht hat, die wir leider nicht verstanden haben und ein zweiter von hier, dessen Beschreibung nicht mehr in einen Nebensatz passt, daher beginnt an dieser Stelle ein neuer Hauptsatz. :-) Besagter Sänger trug eine bunt karierte Leinenhose und ein rotes Leinenoberteil, das er nach einer Weile auszog. Seine Haare waren lang und seine Stirnglatze war von einem Haarband verdeckt, das er ebenso nach einiger Zeit ablegte. Er sang und spielte mit einer Standard-Gruppe bestehend aus Schlagzeug, zusätzlicher Percussion, Bass, Begleit-Gitarre und Keyboard. Er selbst sang und spielte die Lead-Gitarre. Die Themen waren vielfach sozialkritisch, manche erinnerten aber eher (vom Thema her!) an Reinhard Mey. Er sang zum Beispiel ein Liebeslied für "Agua con Gaz", also Mineralwasser mit Kohlensäure. Stilmäßig mischte er wieder Pop, Jazz, einheimische Elemente und fügte einen ordentlichen Schuss Ethno-Musik hinzu. Er experimentierte viel mit seiner Stimmfarbe und hatte einen ziemlich großen Stimmumfang.

Lluvia y Buena Música (Regen und gute Musik)

Am Freitag wollten wir uns im "Parque marítimo", einem Meerwasserschwimmbad in Sta. Cruz, mit Arno zum Schwimmen treffen. Als wir ankamen, begann es allerdings zu regnen, und so warteten wir unter Dach eine Zeit lang ab und beschlossen dann, das Ganze wieder abzublasen. Vorher hatten wir das Gelände und den dazugehörigen Strand erkundet und festgestellt, dass er leider ziemlich verschmutzt war. Die Nähe zum Containerhafen war wohl daran Schuld. Schließlich gingen wir in Sta. Cruz noch in ein Riesen-Einkaufszentrum und fuhren dann wieder heim.


Das letzte Konzert der Reihe gestalteten zwei offenbar sehr bekannte Sänger. Ein Wahl-Canario und ein älterer offensichtlich sehr bekannter Sänger/Gitarrist aus Uruguay. Ersterer war zwar musikalisch nicht so gut wie die anderen, er hatte aber gute Ideen und seine Band setzte traditionelle Instrumente und Techniken sehr kreativ ein (z.B. Muschelhorn, Castagnetten). Der Sänger aus Uruguay spielte fantastisch Gitarre und sang in sehr schönem und gut verständlichem Spanisch hauptsächlich über politische Themen. Für unseren Geschmack ein bißchen zuviel Che-Verherrlichung, aber das muss wohl so sein für einen echten Südamerikaner.
¡Viva la Revolución!

Caminar y Resaca (Wandern und Kater)

Am Samstag trafen wir uns mit Jeanne und Doro um nach Punta del Hidalgo zu fahren. Von dort aus wanderten wir nach Chinamada, einem alten Bergdorf mit Häusern, die in den Berg hinein gebaut sind. Die Wanderung war anstrengend, weil es sehr heiss war und die Strecke fast vollständig ohne Schatten ist. Aber wir machten entsprechend viele und ausgiebige Pausen und hatten so viel zu bequatschen, dass wir meist gar nichts von der Anstrengung merkten. Oben in Chinamada gönnten wir uns kühle Getränke und probierten einige Spezialitäten der kanarischen Küche. Maria bestellte Papas arrugadas, die typischen kanarischen Kartoffeln mit Salzkruste, die man mit Mojo, der kanarischen Sauce, isst. Sehr schmackhaft. Hans, Jeanne und Doro bestellten einen Kichererbsen-Eintopf, der auch sehr gut war. Er enthielt Fleischstücke, die höchstwahrscheinlich vom Conejo, also Kaninchen waren. Zum Nachtisch bestellte jeder etwas anderes und wir kosteten und dann durch: Eine Nachspeise aus Biskuit, Schlag und Kaffecreme, eine aus Biskuit, Schlag und Ananas, und "Quesillo": ein Gericht zwischen Flan und Grieskoch mit Karamell. So gestärkt traten wir den Rückweg an und fuhren mit dem Guagua wieder nach La Laguna zurück. Wir gingen nur kurz heim um zu duschen und trafen uns später zum Ausgehen in der Stadt.


Das folgende Bild zeigt das Ausgeh-Viertel von La Laguna um ca. 3.00 morgens!

Wir besuchten ein Café, das von zwei Wienerinnen geführt wird und aßen dann noch eine Kleinigkeit. Arno stieß auch zu uns und als Doro und Jeanne dann um ca. 3.00 nach Hause gingen, beschlossen wir noch, auf ein (!) Bier in eine Bar zu gehen. Dort gefiel es uns dann so gut, dass aus dem Bier einiges mehr wurde und als wir dann schlafen gingen, war es bereits ca. 4.00. In etwa um 6.00 Uhr begann sich bei Hans schließlich der Whiskey zu rächen und er hatte Mühe, in dem sich immer schneller drehenden Bett ruhig zu schlafen. Schließlich, nach einem kurzen Ausflug zur Toilette, konnte er dennoch einschlafen. Den Sonntag verbrachten wir entsprechend ruhig und bedächtig. Abends gingen wir in die Kirche, wo diesmal jemand Keyboard spielte und ein kleiner Chor sang. Gar nicht schlecht!

Día de Bienvenidos, Welcome Day (Wilkommens-Tag)

Heute, am Montag, fand der Erasmus-Welcome-Day statt. Es war toll, einmal viele andere Erasmus-Studenten zu treffen. Wir sprachen mit vielen und fanden heraus, dass sehr viele Deutsche hier sind. Außerdem gibt es einige Österreicher, Franzosen, Italiener, Portugiesen,... und einen Dänen namens Kristian. Mit ihm wollten wir uns eigentlich noch heute Abend treffen, aber er hat gerade abgesagt, da er noch mit einer Grippe kämpft und nicht riskieren will, den morgigen Ausflug zum Teide-Nationalpark zu versäumen.
Maria darf nun auch endgültig an den Erasmus-Aktivitäten teilnehmen!!! ("Juchu" - Zitat Maria:-)
Auch Doro darf mit, obwohl sie erst eine Absage per email erhalten hatte. Aber Jeanne fragte einfach noch einmal nach und es erwies sich wieder einmal als wahr, was ein weiser Mensch sagte: In Spanien wird alles gut!
Jetzt machen wir uns auf den Weg zum einkaufen, der Kühlschrank ist nämlich schon wieder ziemlich leer. Und dann ab ins Internetcafé, wo wir schon so lange nicht mehr waren.
Und abends fahren wir noch mit einigen Leuten nach St. Cruz um in einer Sparkasse einen Film anzuschauen, der Eintritt ist nur 1,50€. Soweit wir wissen, ist es ein französischer Film mit spanischen Untertiteln. Das wird sicher spannend :-).

Kommentare:

doro hat gesagt…

hab eure seite gefunden und bin schwer beeindruckt!! sehr gespannt auf neues......
liebe gruesse, doro

Jeanne hat gesagt…

Hola ihr Lustigen,

wir sind beruehmt!!! Doro und mich kann man ab jetzt im Internet finden....werde ab jetzt immer checken, ob ihr den Lauf der Dinge richtig darstellt und ansonsten korrigierend eingreifen. (mmh...ist das nun eine Drohung...:))
Also, war heute schoen mit euch.
Hasta mañana!
Jeanne